AP 2.5

Methodenentwicklung zur Simulation bzw. Erfassung der Auswirkungen der unterirdischen Speichermaßnahmen auf die raumplanerisch festgelegten Schutz und Vorrangsgebiete

 

Die methodische Grundlage für die Bewertung der Speichermaßnahmen hinsichtlich ihrer Wirkungen auf den oberirdischen Planungsraum orientiert sich an den in der Planungspraxis eingesetzten Verfahren der ökologischen Raumbewertung und der ökologischen Risikoanalyse. Letztere gilt als Standardmethode für Umweltverträglichkeitsuntersuchungen und dient der Abschätzung von Risiken der natürlichen Schutzgüter und ihrer Funktionen gegenüber entsprechenden Eingriffen und geplanten Nutzungen auf unterschiedlichen Maßstabsebenen. Das Verfahren schätzt die Beeinträchtigungsintensität und -empfindlichkeit mit Hilfe von Relevanz- bzw. Entscheidungsbäumen ab und leitet das Beeinträchtigungsrisiko unter Verknüpfung der beiden Größen ab.

Ziel dieses Arbeitspaketes ist die Entwicklung eines GIS-basierten Entscheidungsassistenzsystems. Dieses als Server-GIS unter Einsatz von Open Source Software realisierte Informationssystem bildet die zentrale Plattform für die Speicherung der bereitgestellten Geobasis- und -fachdaten  sowie der gewonnenen Modellergebnisdaten. Es enthält darüberhinaus den Methodenapparat zur fachlichen Bewertung der Speichermaßnahmen in Bezug auf ihre Verträglichkeit mit den aktuellen raumplanerischen Festlegungen sowie etwaigen Nutzungs- und Schutzinteressen.

Das System wird als Web-Anwendung in den Programmiersprachen Python und JavaScript in einer Linux-Umgebung erstellt. Der Benutzer gibt über Schieberegler die Parameter für den Entscheidungsassistenzalgorithmus vor. Die daraufhin ausgewiesenen Räume werden in der Web-Anwendung in 2D und 3D dargestellt (Abbildungen unten).

Bild: Prototyp des GIS-basierten online-Entscheidungsassistenzsystems, 2D-Darstellung

 

Bild: 3D-Darstellung im Entscheidungsassistenzsystems

 

Bild: Ausschnittweise Darstellung geologischer Formationen, deren Lage und Parameter die unterirdische Datenbasis für das Entscheidungsassistenzsystem bilden