AP 1.5

Parametrisierung der oberirdischen infrastrukturellen Gegebenheiten und raumplanerischer Vorgaben

 

Die Parametrisierung der oberirdischen infrastrukturellen Gegebenheiten und raumplanerischer Vorgaben umfasst die Auswahl, die formale Beschreibung und Abbildung der raumplanungs-relevanten oberirdischen Geoobjekte, des oberflächennahen Untergrundes (bis zu einer Tiefe von zwei Metern) und der oberirdischen Schutzgüter Klima, Wasser und Luft. Sie bezieht darüber hinaus die in den vorhandenen Raumordnungs-, Landesentwicklungsplänen sowie in den Landschafts- und Landschaftsrahmenplänen ausgewiesenen Eignungs- und Vorranggebiete für die entsprechenden Nutzungen (z.B. Trinkwasserschutz-, Trinkwassergewinnungs-, Naturschutzgebiete, Energiegewinnung) mit ein.

Ziel der Arbeiten in AP 1.5 ist die Abbildung des ober- und unterirdischen Planungsraumes in einem dreidimensionalen Datenmodell. Dazu gehört die Parametrisierung sowohl der oberirdischen Energieinfrastruktur als auch der bestehenden raumplanerischen Festsetzungen.

Die technische Realisierung erfolgt unter Anwendung verschiedener Geoinformationssysteme (QGIS, GRASS) sowie der räumlichen Komponenten der Programmiersprache 'Python'. Zur Abbildung des unterirdischen Raumes (geologische Schichten, Speicher, Speichereigenschaften) werden die mit GoCAD und Petrel erzeugten Daten in georeferenzierte 3D-Modelle überführt. Gemeinsam mit den Oberflächendaten bilden sie die Datenbasis für die Umsetzung eines GIS-basierten online- Steuerungsinstrumentes (im Sinne eines Entscheidungsassistenzsystems) für eine auf objektivierbaren Kriterien beruhende Ausweisung von Vorrangflächen für etwaige wirtschaftlich, energetisch, ökologisch und gesellschaftlich relevante Raumnutzungen.

Bild: GIS mit Geodaten zu oberirdischen, energieinfrastrukturellen Gegebenheiten, Schutzgütern und unterirdische  Strukturen

 

 

 

Bild: Standorte von Onshore-Windkraftanlagen und Offshore-Windparks

 

 

 

Bild: Verknüpfung von Geodaten zur Infrastruktur (Standorte Windkraftanlagen, Wohngebäude, Hochspannungsleitungen), Geologie (Salzstöcke) und Raumplanung (Eignungsflächen Windkraft)

 

 

 

Bild: Regionale Analyse zur Energiebereitstellung durch Windkraft und Wärmeenergiebedarfe